Masterarbeit 2010
Gefährdete heimische Pflanzen Brandenburgs in Botanischen Gärten: Evaluierung der Erhaltungskulturen
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Ziel: Evaluierung der bestehenden Erhaltungskulturen brandenburgischer Pflanzenarten hinsichtlich möglicher gärtnerischer und populationsgenetischer Probleme.
Fachlicher Rahmen: In Brandenburg gibt es seit etlichen Jahren ein Netzwerk zur ex situ-Erhaltung hochgefährdeter einheimischer Wildpflanzen.
Die Botanischen Gärten in Berlin und Potsdam sowie der Heidegarten Langengrassau kultivieren zusammen rund 100 Arten im Auftrag des Landesumweltamts.
Viele der relevanten Arten sind gärtnerisch unkompliziert, manche aber heikel oder sogar bislang unkultivierbar.
Besonders bei den kurzlebigen Arten (Annuelle) könnten sich ferner in Kultur bereits genetische Veränderungen ergeben haben,
die aus dem veränderten Selektionsdruck im Garten im Vergleich zum Naturstandort resultieren.
Arbeit: Bestandsaufnahme der Erhaltungskulturen in allen drei Gärten, eingehende Gespräche mit den betreuenden Gärtnern. Erste Abschätzung möglicher genetischer Veränderungen bei Annuellen nach Literaturdaten im Vergleich mit den Eigenschaften der Gartenpflanzen. Ableitung von Empfehlungen für die Fortsetzung der Erhaltungskulturen.
Bedeutung der Ergebnisse: Eine Evaluierung ist dringend wünschenswert, um die umfangreichen Aktivitäten der Gärten sowie des amtlichen und ehrenamtlichen Naturschutzes zu effektivieren.
Die Empfehlungen werden in der Praxis berücksichtigt werden.
Die Publikation in einer regionalen Fachzeitschrift ist beabsichtigt.
Der Botanische Garten der Universität Potsdam ist in Deutschland ein Zentrum von ex-situ-Maßnahmen für Pflanzen.
Es gibt gute Kontaktmöglichkeiten zu weiteren AGs in Potsdam und in anderen Botanischen Gärten.
Gesuchte Bearbeiter - Voraussetzungen: Interesse am Thema, Engagement
Zeitraum: 2010
Zeitaufwand: Masterarbeit
Betreuung und Ansprechpartner: Dr. Michael Burkart, mburkart@rz.uni-potsdam.de, 977-1936, Zimmer 1.05 in Haus 2a (direkt vor Großem Hörsaal Botanik)

